Ein Jahr Max-Leven-Zentrum in Solingen

Am 28. Oktober 2025 wurde die Bildungs- und Gedenkstätte Max-Leven-Zentrum Solingen eröffnet. Sie erinnert an die Solinger Arbeiterbewegung, Verfolgung und Widerstand während der NS-Zeit.

Das Max-Leven-Zentrum in Solingen liegt an einem historischen Ort: Rund um die heutige Max-Leven-Gasse entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts das Zentrum der Solinger Arbeiterbewegung. In den benachbarten Straßen waren Büros von Gewerkschaften, Parteien und Genossenschaften angesiedelt, Zeitungen des linken Spektrums arbeiteten von dort aus. Dazu gehörte die „Bergische Arbeiterstimme“, für die der jüdische Kulturkritiker Max Leven schrieb. Er lebte mit seiner Familie an diesem Ort, an dem er in der Reichspogromnacht 1938 ermordet wurde.

Geschichte vor Ort entdecken

Die Bildungs- und Gedenkstätte erinnert an die Solinger Arbeiterbewegung. Die Dauerausstellung erzählt von Max Levens Familie und beleuchtet Verfolgung und Widerstand während des Nationalsozialismus. Sie stellt auch die Geschichte der historischen Gebäude im ehemaligen Zentrum der Arbeiterbewegung vor. Ein 360°-Rundgang ermöglicht es, das Viertel digital zu erkunden. Er ist auch auf der Webseite des Zentrums verfügbar.

Neben der Dauerausstellung gibt es auch wechselnde Ausstellungen. Weitere Angebote zur historisch-politischen Bildung entwickelt das Zentrum gemeinsam mit dem Verein Max-Leven-Zentrum Solingen e. V. Die Stadt Solingen ist Trägerin der Bildungs- und Gedenkstätte, angesiedelt ist die Einrichtung beim Solinger Stadtarchiv.

Max-Leven-Zentrum
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mittwochs 17-20 Uhr 
Sonntags 11-14 Uhr 

Webseite: https://max-leven-zentrum.de/