Vier jüngere Menschen stehen im Kreis und betrachten ein Schwarz-Weiß-Foto

Erinnern an den Holocaust: Veranstaltungen zum 27. Januar 2026

Weltweit wird am 27. Januar an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Auch in Nordrhein-Westfalen laden an diesem Tag viele Gedenk- und Erinnerungsstätten, Schulen, Synagogen und weitere Orte ein, sich mit dem Holocaust auseinander zu setzen und seiner Opfer zu gedenken.

Am internationalen Holocaust-Gedenktag jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 81. Mal. Der Gedenktag zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig Erinnerungskultur und historische Bildung für eine lebendige Demokratie sind. Die Landeszentrale stellt daher die Informationen zu Gedenkveranstaltungen und Bildungsangeboten rund um den 27. Januar in Nordrhein-Westfalen bereit - sortiert nach Städten und in alphabetischer Reihenfolge.


Aachen │ 27. Januar │18-20 Uhr │ Centre Chalemagne

Lesung mit Musik

Das Gedenkbuchprojekt für die Opfer der Shoah in Aachen e.V., das Theater Aachen, das Centre Charlemagne und die „Wege gegen das Vergessen“ an der vhs Aachen laden zur gemeinsamen Gedenkfeier zur Erinnerung an verfolgte und ermordete jüdische Kunstschaffende am Theater.


Bochum │ 26. Januar │ 9 Uhr │ Nordbahnhof

Lesung

„In der ganzen Zeit in Auschwitz habe ich an nichts mehr gedacht und nichts mehr gefühlt“: Ensemblemitglieder des Schauspielhauses Bochum lesen aus autobiografischen Texten der Shoah-Überlebenden Alfred Salomon, Rolf Abrahamsohn und Ruben Horst Möller.


Dorsten │ 25. Januar │ 11 Uhr │ Central Kinocenter

Filmvorführung „Das kostbarste aller Güter“

Das Jüdische Museum Westfalen zeigt anlässlich des Gedenktags den Animationsfilm „Das kostbarste aller Güter“.

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Dortmund │ 27. Januar │ 18 Uhr │ Rathaus Dortmund

„Jüdisches Leben 81 Jahre nach Auschwitz: Bedroht, bewacht, bewahrt?“

Gedenkveranstaltung: An der Podiumsdiskussion über den aktuellen Antisemitismus und dessen Auswirkungen auf jüdisches Leben in Deutschland nehmen teil: Abraham Lehrer, Dr. Felix Klein, Zwi Rappoport sowie Hanna Pustilnik.


Duisburg │ 27. Januar │ 18 Uhr │ Landesarchiv NRW

Vortrag „Wer erzählt die bessere Geschichte?“

Bei dem Vortrag von Dr. Andreas Pilger geht es um Storytelling und die Konstruktion von Glaubwürdigkeit im Entnazifizierungsverfahren von leitenden Mitarbeitenden der Stadtverwaltung Duisburg. Aus der Reihe „Zwischen Sein und (Persil-)Schein. Entnazifizierung in NRW".


Gelsenkirchen │ 27. Januar │ 18 Uhr │Neue Synagoge

Vortrag „Schreiben als Widerstand. Texte aus den Ghettos und den KZs (...)"

Professor Sascha Feuchert, Universität Gießen, beschreibt die Funktionen von Tagebüchern, Briefen, Gedichten, Berichten und anderen Textsorten und lässt Autorinnen und Autoren selbst zu Wort kommen. Anmeldung erbeten unter 0209-1552310 oder anfrage@jg-ge.de.


Herford │ 27. Januar │ 19 Uhr │ Zellentrakt

Ausstellungseröffnung „Herford gehört(e) dem Führer? (...)"

Die Ausstellung „Herford gehört(e) dem Führer? Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford 1933-1939“ zeigt, wie es den Nationalsozialisten im Gebiet Herford gelang, große Teile der Bevölkerung für ihre Ideologie zu gewinnen und in alle Lebensbereiche vorzudringen.


Köln │ 27. Januar │ Gymnasium Schaurtestraße

Jugend- und Schülergedenktag

Organisiert wird das Angebot vom NS-Dokumentationszentrum und den Ämtern der Stadt Köln.

Zum Programm

Köln │ 27. Januar │ 18 Uhr │ Antoniter CityKirche

„Erinnern – eine Brücke für die Zukunft“

Die zentrale öffentliche Gedenkveranstaltung wird getragen von einem breiten Bündnis unter anderem aus Kölner zivilgesellschaftlicher Organisationen, Parteien, Religionsgemeinschaften und dem NS-Dokumentationszentrum.


Münster │ 27. Januar │ 11.30 Uhr │ Rathaus

Gemeinsamer Gedenktag der Schulen in Münster

Der Gedenktag findet unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Tilman Fuchs und mit Beteiligung von Regierungspräsident Andreas Bothe am Rathaus in Münster statt.


Münster │ 28. Januar │ 19 Uhr │Universität Münster

„Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945“

Die Buchvorstellung und das anschließende Gespräch und die Diskussion mit dem Autor Götz Aly wird moderiert von Stefan Querl, Leiter Villa ten Hompel. Die Buchvorstellung findet im Hörsaal F1 im Fürstenberghaus statt.


Oberhausen │ 27. Januar │ 12 Uhr

Jährliche Schulgedenkfeier

In Oberhausen richtet jedes Jahr eine Schule die Gedenkfeier zum 27. Januar aus. An der Veranstaltung, die in diesem Jahr im Hans-Sachs-Berufskolleg stattfindet, beteiligt sich der Oberbürgermeister der Stadt.


Wewelsburg │ 27. Januar │ 18 Uhr │ Mahnmal

Gedenkveranstaltung und Filmvorführung

Die Veranstaltung wird veranstaltet vom Verein „Gedenktag 2. April in Wewelsburg. Verein wider Vergessen und für Demokratie“. Im Anschluss wird der Dokumentationsfilm zum Gedenken in Wewelsburg im GeDenkOrt gezeigt.


Wewelsburg │ 27. Januar │ Gedenkstätte

#Lichter gegen Dunkelheit

Nach Einbruch der Dunkelheit starten die #Lichter gegen Dunkelheit: Beleuchtung der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945.


Wewelsburg │ 28. Januar │ 19 Uhr │ Kreismuseum

„Unser Schmerz ist unsere Kraft – Neonazis haben unsere Väter ermordet“

Die moderierte Lesung mit Gamze Kubasik, Semiya Simsek und Christine Werner ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Demokratiebüro „Vielfalt lieben“ und dem Verein „Gedenktag 2. April in Wewelsburg. Verein wider Vergessen und für Demokratie“.


Wuppertal │ 25. Januar │ 16 Uhr

Gedenkstunde

Im Zentrum der Gedenkstunde im Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium steht darum ein Werkstattbericht, in dem die Jugendlichen ihre Vorstellungen für eine neue, digitale Form der Erinnerungskultur anhand konkreter Beispiele präsentieren.


Wuppertal │ 27. Januar │ 18 Uhr │ Alte Synagoge

„Es tut mir sehr Leid, Dir diesen Schmerz zu bereiten.(...)“

Der Vortrag von Dr. Ulrike Schrader, Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal, beschreibt die Geschichte der jüdischen Witwe Antonie Giese, die dort lebte, wo heute der Eingang zur Begegnungsstätte Alte Synagoge ist.